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SCHNAPS & DESIGN

Mario Lorek sein Blog über Spirituosen, Design, Marketing und die Barwelt

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FAMOUS POP UP STORE

Cologne ist Famous! Vom 17.08.17 – 19.08.17 werde ich einen kleinen Pop Up Store an der Brüsseler Straße, mitten im Belgischen Viertel, betreiben damit der Rheinländer nun endlich auch mal erfährt was hinter dem leckeren Limettenlikör „The Famous Steal“ steckt! Ebenfalls dabei ist der „Karate Korn“, eine weitere Spirituose aus dem ostwestfälischen Lippstadt. Die beiden Spirituosen können dort an allen drei Tagen von 12.00 – 22.00 Uhr probiert und natürlich auch erstanden werden.

Famous Pop Up Store

 

Am Samstag, den 19.07.17, findet anläßlich der C/O POP der SUPER-SAMSTAG statt. Hier spielen im und um das Belgische Viertel 48 Bands in 23 Locations und wir sind mittendrin.

Als Samstags-Special habe ich das Fashion Magazin Snobtop zu Gast im Store. Der Redakteur Björn Decker stellt eine kleine Auswahl der aktuellen Kollektion des hauseigenen Online-Shops vor und steht den ganzen Tag Rede und Antwort.

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Des Weiteren sorgt DJ Thomas Borelli für die akkustische Begleitung des Samstag Abend. Er wird die eine oder andere Hip Hop Scheibe auflegen und gute Stimmung produzieren!

Besonders bedanke ich mich bei der Gaffel Brauerei, die mich mit Kölsch und Fassbrause unterstützt. Die Firma Bernhard Möllers, welche den „Famous Steal“ exklusiv in Köln vertreibt supportet das Vorhaben mit Limetten und Eis. Hier auch nochmal ein großes Dankeschön!

Neuigkeiten bekommt Ihr wie immer über die Famous Steal Facebook Seite.

Die aktuelle Pressemitteilung der Gaffel bekommt Ihr hier.

Ich freu mich auf Euch, bis nächste Woche!

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Regale, die die Welt bedeuten

Regale die die Welt bedeuten

Eine Hommage an die gestapelte Ordnung

Regal – ist mir egal! Das ist die Grundeinstellung vieler ignoranter Arbeitskollegen in der Gastronomie. Es gibt jedoch auch Menschen, die sehr cholerisch auf das Thema reagieren, wenn Sie mal wieder den halben Tag die „Scheiße“ der freundlichen Kollegen in Ordnung bringen mussten.

Kurz zur Erklärung: Regale gibt es fast so lange wie die Menschheit. Sie dienen seit jeher zur Aufbewahrung von Dingen. Wenn man diese Dinge mit viel Liebe und Sinn für Ordnung in das Regal sortiert hat man einen Ort, an dem man diese Dinge, immer wenn man sie braucht, wiederfindet.

Für einen guten Durchblick sorgen Beschriftungsetiketten, die demjenigen helfen sollen, der mit der großen Aufgabe betraut wurde Teil A zu den anderen Teilen A zu stellen und nicht etwa zu Teil B, wobei B theoretisch noch in der Nähe von A stehen würde. Und da wird es kompliziert. Hier muss man mehrere Dinge gleichzeitig koordinieren: Etwas halten, etwas lesen, nach etwas Ausschau halten und danach etwas dahinstellen, wo es tatsächlich auch hingehört. An der Komplexität dieser Aufgabe brechen dann viele Leute zusammen.

Ausreden – Warum irgendwer irgendwas nicht dahin geräumt hat, wo es hingehört, wird oft mit irgendeinem Rumgelaber versucht zu erklären! „Ich bin doch zu klein“ Ja wofür hat denn irgendein verfluchter Neandertaler eine Leiter erfunden? Und wie kommt eigentlich der ganze Mist da drauf, der nicht da oben vorgesehen war?  „Ich hatte echt keine Zeit! Es war gerade voll stressig!“ Deinen Lohn überweis ich Dir auch erst nächsten Monat, denn Zeit hab ich gerade nicht weil ich Deine Scheiße wegsortieren muss! Ach ja! Und das stresst mich!

Wie der Regalterrorismus beginnt kann man mit einer ganz einfachen Situation ausprobieren und beobachten: Man muss lediglich einen halben Meter Platz in einem Regal frei räumen. Dann kann man sich entspannt zurücklehnen und warten. In einigen Fällen dauert es nur wenige Minuten bis der freie Raum mit irgendeiner Scheiße zugestellt wird, weil der Küchenfuzzi oder der Barkeeper mal wieder kein Bock hat seine Arbeitsutensilien oder Waren an der richtigen Stelle zu platzieren. In Betrieben mit vielen Mitarbeitern funktioniert das relativ schnell. In kleinen Bars muss man gegebenenfalls etwas Zeit investieren um das Ergebnis erleben zu können. Aber es wird passieren! Ich habe diesen Versuch schon einige Male gemacht.

Ich behaupte, dass es in fast jeder anderen Branche besser funktioniert als in der Gastronomie. Wenn man bei Media Markt bei Minus 20 Grad eine Waschmaschine am Hinterausgang abholen muss, kann es zwar auch einige Minuten dauern bis der nette Lagermitarbeiter das Ding rausrückt, aber die 40 Kilo Maschine steht auch in drei Metern Höhe in Regal F3. Ikea hat mich mit seinem Ordnungssystem im „Selbst-Abhol-Regal-Bereich“ auch noch nicht enttäuscht. Es sei denn im Regal H73 war keine Ware mehr. Aus Dokumentationen über den verhaßten Versandhändler Amazon weiß ich, dass dort auch eine penible Ordnung herrscht, auch wenn dort viele robotergesteuerte Maschinen mit mathematischer Genauigkeit dafür sorgen, dass Teil X im Paket für Thomas Müller landet. Menschen laufen da auch rum. Und stellt Euch mal vor R2D2 erklärt Dir demnächst, das die „Chavies“ 2 Meter weiter links und 1 Etage höher einsortiert werden müssen.

Vielleicht tue ich den Amateurordnern aber auch unrecht und ich bin ein Naturtalent im organisierten Sortieren, denn weshalb sollte es eine zweijährige Ausbildung zum Fachlageristen geben? Wenn man ein Jahr dran hängt ist man sogar Fachkraft für Lagerlogistik und wenn man es endgültig auf die Spitze treiben möchte besteht die Möglichkeit einen Meistertitel im Bereich Lagerlogistik zu erlangen. Bis vor kurzem habe ich noch geglaubt, dass man nur ein normal funktionierendes Gehirn benötigt um die brenzlige Regalsituation im Griff haben zu können.

Failed!

Next Project – Die Fleischerei

Crew 1-1Geile Steaks, Spareribs die vom Knochen fallen, Burger, hausgemachte Pommes, eine exklusive Getränkeauswahl und eine urbane, durchgewürfelte Einrichtung. Das ist „Die Fleischerei“ in Lippstadt. Amerikanisches BBQ mit lokalen Produkten und hauseigenen Rezepten – das hat gefehlt auf der lippstädter Poststrasse, der Kneipenmeile der 70tausend Einwohner Gemeinde.

Christian Hevesi, mein Nachfolger aus dem Cafe Einstein, meine Wenigkeit und eine tolle Crew um Philipp Berger (Küche) und Alex Niedner (Restaurantleitung) betreiben nun seit dem 09.03.17 das kleine Restaurant mit 45 Plätzen im Restaurant, 20 Plätzen an der Bar und 45 Außenplätzen. Wir öffnen Mittwoch – Sonntag ab 17.00 Uhr.

Fleischliebhaber können es sich bei uns richtig gut gehen lassen. Angefangen bei den Steaks bekommen Gäste bei uns eine Top Qualität. Unser Filet, Roastbeef oder Rib Eye kommt von dem spanischen Schlachter Txogitxu aus San Sebastian. Hier werden nur Milchkühe geschlachtet, die 13, 14, 15 oder sogar 19 Jahre alt werden. Die Marmorierung, welche das Fleisch so außerordentlich schmackhaft macht, fressen sich die Kühe während Ihres langen Lebens auf der Weide an.

Unser Schweinefleisch stammt von Tieren aus der Umgebung und unser Hähnchenfleisch kommt aus Delbrück vom Geflügelhof Borgmeier. Von dort beziehen wir unsere Kikok Wings, Hähnchenbrustfilets und halbe Hähnchen.

Bei allen anderen Speisen legen wir genauso viel Wert auf Qualität und arbeiten mit vielen lokalen Händlern zusammen. Unsere Burger Buns bekommen wir zum Beispiel vom besten Bäcker der Stadt, Marc Süwolto.

Nach dem Essen empfehlen wir unseren New York Cheesecake! Ohne arrogant zu klingen: „Es gibt keinen Besseren“! Und danach geht´s auf einen Gin & Tonic oder Old Fashioned an die Bar…

Mehr Infos gibt es auf Facebook und auf unserer Homepage.

 

 

The Private Gin – Do it yourself

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Seit einigen Jahren gibt es einen Hype um Gin, der seinesgleichen sucht. Täglich bringt irgendwer, irgendwo einen neuen Gin auf den Markt. Selbst wenn man alle testen wollte, müsste man sich auf einen stetigen 1-Promille Level bewegen und würde noch nicht hinterher kommen.

Jorin Karner hat vor einigen Wochen ein Produkt auf den Markt gebracht, was es wert war unbedingt getestet zu werden: Den PRIVATE GIN. Hier geht es in alter „Baukastenmarnier“ darum sich binnen drei Tagen seinen ganz individuellen und persönlichen Gin zu kreieren. Das Set für 49,00 € beinhaltet alles, was man zur Herstellung eines einfachen Gins benötigt: 0,45l Neutralalkohol (40% alc.), 8 Botanicals (Inhaltsstoffe), einen Trichter mit Filtern zum Abfüllen des Gins und eine Flasche mit Naturkorken für das individuelle Ergebnis.

Zu Beginn mörsert man den Wacholder und legt ihn für mindestens 24 Stunden allein in dem Neutralalkohol ein. Ich habe 36 Stunden daraus gemacht. Danach gibt man seine Wunschbotanicals hinzu, welche ebenfalls für mindestens 24 Stunden ziehen sollen. Im Set hat man folgende Auswahlmöglichkeiten: Hibiskus, roter Pfeffer, Kardamom, Koriander, Piment, getrocknete Orangen- und Zitronenschale. Hier kann man natürlich mit einem Spaziergang durch den Supermarkt um die Ecke erheblich ergänzen. Ich habe mich für Kardamon und roten Pfeffer aus der Box entschieden und habe noch frische Limetten-, Orangen- und Zitronenschale hinzu gegeben und das Ganze für 36 Stunden ziehen lassen.

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Das Ergebnis filtert man nach der beliebigen „Einwirkzeit“ mit einem Trichter und den mitgelieferten Filtern, in die im Set enthaltene Flasche und läßt den fast fertigen Gin nun nochmal für 12 Stunden im Kühlschrank ruhen. Fertig!

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Jetzt haben wir unseren individuellen PRIVATE GIN! Unser Ergebnis war durch die Zugabe der frischen Zitrusschalen sehr intensiv im Geruch und auch pur überzeugte das Produkt. Die Orange kam dabei am kräftigsten durch. Im Gin & Tonic machte sich die „Mischung“ ebenfalls gut.

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Alles in Allem ist diese Box ein tolles Paket für „Gintressierte“ und macht wirklich Spass. Man hält nach drei Tagen seinen eigenen Gin in der Hand! Als Geschenk macht man damit sicherlich auch nichts falsch.

Der Preis von 49 Euro ist meiner Meinung nach etwas hoch angesetzt, jedoch verriet der Hersteller, dass in Zukunft eine Nachkaufoption angeboten werden soll, wo man den Basisalkohol oder die Botanicals einzeln bestellen kann und somit preislich etwas attraktiver unterwegs ist. Trichter, Filter und Flasche sind schließlich schon vorhanden und Botanicals hat man eventuell auch noch über.

Weitere Infos kommt man über http://www.private-gin.de

Ich bin gespannt wie sich das Konzept entwickelt. CHEERS

 

 

The #Truth about Poststrasse 13

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Ja, es stimmt! Christian und ich, werden demnächst gastronomisch tätig in der Poststrasse 13 in Lippstadt. Was allerdings nicht stimmt und welche Gerüchte seit geraumer Zeit sogar bis nach Köln durchdringen, will meinerseits aufgeklärt werden!

Die lippstädter Tageszeitung „Der Patriot“ und das Kulturmagazin „Blicker“ berichteten in der Vergangenheit von einer Ausbotung. Fest steht, dass das Objekt in der Poststrasse, seitens der Vermieterin, über diverse Kanäle zur Verpachtung angeboten wurde. Über die Gründe zu dieser Entscheidung können wir nichts sagen. Des weiteren wurden wir von einem Partner aus der Getränkeindustrie darauf aufmerksam gemacht. Die Gaststätte wurde uns somit angeboten. So schnell kann aus „angeboten“, „ausgebotet“ werden. Die beiden Wörter sehen sich aber auch zum Verwechseln ähnlich.

Was leider auch gedruckt wurde, ist ein angeblich höheres Angebot für die Pacht unsererseits. Das möchten wir ebenfalls dementieren, da wir zum einen lediglich ein Angebot bekommen haben und zweitens überhaupt garnicht wissen, wie hoch die derzeitige monatliche Belastung der jetzigen Pächter ist.

Dann „wurde bekannt, dass es bei einer Geburtstagsfeier in Portugal, zum Eklat kam…“(siehe Patriot vom 27.08.16). Wer hinter diesen Informationen steckt ist uns leider bis heute noch nicht klar. Bei dieser Geburtstagsfeier war weder Christian noch meine Wenigkeit anwesend. Es ist allerdings ein echt großer Zufall, dass Christian ungefähr zum selben Zeitpunkt auch auf einer Geburtstagsfeier in Portugal war. Das Witzige ist, dass es genau wie in den Zeitungsartikeln beschrieben war, ein Geburtstag eines Gastronomen war, mit Anwesenheit einiger lippstädter Gastronomen. Es ist wirklich der Hammer wie viele Gastronomen da im Sommer so rumschwirren. Dass man da in Lippstadt überhaupt noch ein Bier bekommt, wenn alle in Portugal sind!

Der genannte „Burger-imbiss“ und die „Gin-bar“ wird in der Poststraße 13 auch nicht einziehen! Zu dem geplanten Konzept werden wir uns zum passenden Zeitpunkt äußern.

Abschließend ist zu sagen, dass wir in keinster Weise an den Entscheidungen der Vermieterin beteiligt waren oder in irgendeiner Form Ihr Handeln beeinflußt hätten. Uns wurde lediglich ein gastronomisches Objekt angeboten, welches wir in Zukunft betreiben möchten. Es gab diverse Interessenten, welche die Nachfolge der jetzigen Betreiber antreteten wollten, somit wäre ein Wechsel unausweichlich gewesen.

Wir freuen uns auf das Projekt und wünschen unseren Vorgängern alles Gute!

 

 

Das Einstein Magazine #4 – 32 Seiten Info für die Gäste

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Seit 2015 gibt´s das offizielle Einstein Magazin vom Cafe Einstein in Lippstadt. Jedes halbe Jahr bringen wir den Gästen der Kultkneipe in Lippstadt die volle Infoladung auf den Tisch. Mittlerweile sind es 32 Seiten, gespickt mit Informationen rund um die Gastronomie, deren Events, Auswärtstipps und interessante Artikel zu Drinks und Spirituosen.

Passend zur 90. lippstädter Herbstwoche, die 9-tägige Altstadtkirmes, kam Ausgabe 4 auf den Tisch. „Das Magazin ist ein tolles Medium für unsere Gäste“, sagt Inhaber Christian Hevesi. „Beim Bier kann man das Magazin durchblättern und wird mit vielen Informationen versorgt, außerdem wird unsere Hauszeitung gerne mit nach Hause genommen.“, fügt Christian hinzu.

Fotoshootings, Recherche und stundenlanges Korrekturlesen lohnen sich! Christian hat Spaß am eigenen Magazin und die Gäste haben was zu tun und sind zudem komplett informiert!

Wer sich kein Exemplar abholen kann, darf sich hier die Onlineversion als PDF herunterladen.

Viel Spaß beim lesen!

Let´s talk about #Leergut mit Stephan Lee

Lets talk about Leergut Stephan LeeDiese Woche traf ich mich mit Stephan Lee am Brüsseler Platz in Köln, dem „Flaschenpfand El Dorado“ der Domstadt. Hier wird Leergut gesammelt was das Zeug hält, also genau der richtige Platz für ein Gespräch über das organisierte Chaos in den Lagern der Restaurants und Bars dieses Landes.

Zunächst zu Stephan:

Stephan Lee kommt aus dem Pott, genauer gesagt aus Essen, ist 40 Jahre jung und nicht mit Bruce Lee verwandt. Er beschäftigt sich seit 20 Jahren mit der Gastronomie und somit seit zwei Jahrzehnten auch mit dem leidigen Thema „Leergut“. Zur Zeit wartet er auf die Fertigstellung des Restaurants, welches er leiten soll. Ein eigenes Leergutlager steht deshalb nicht zur Verfügung. Aus diesem Grund betreut er zur Zeit eine handvoll Gastronomien in Essen und Umgebung und kann sich dort fast täglich über unsortierte Kisten und „unfähige“ Mitarbeiter aufregen. Sein Lieblingsspruch ist: „Augen auf bei der Berufswahl!“. Was er haßt: Regenschirme!

 

Zum Thema Leergut fallen folgende Floskeln:

 

„Immer wieder die Gleiche scheiße!“

„Keiner kümmert sich!“

„Und wenn der Lieferant kommt ist Holland in Not!“

 

In Holland gibt es glücklicherweise keinen Dosenpfand, was die nächste Vermutung aufkommen lässt:

 

„Wer hat sich überhaupt die Scheiße mit den Rückholkartons (z.B. Red Bull) ausgedacht? Den Faltmechanismus hat sich doch bestimmt einer mit nem abgeschlossenen Ingenieurstudium überlegt!“

 

Ein weiterer Punkt unseres Gesprächs sind die „30-EURO-Baumarkt-Sackkarren“. Eigentlich wurden diese Geräte erfunden um einem das Leben zu erleichtern und schnell mal ein paar Kisten von A nach B zu bringen. Bei diesen günstigen Varianten kann man jedoch froh sein, wenn sie beim Transport vom Baumarkt zum Restaurant nicht schon auseinander fallen: „Du kaufst ne Sackkarre und wenn du die dann benutzen willst, musst du die erstmal suchen… und dann hat die nen Platten!“

Hier gibt es zwei Möglichkeiten. Entweder du kaufst einmal die Profi-Variante für 350 €, welche dir zehn Jahre treu zur Seite stehen kann, oder du kaufst einfach jedes halbe Jahr eine neue „Schrottkarre“! Hierbei möchte ich nur einmal die Fahrtkosten zum Baumarkt, die damit verbunden Zeit, die Effizienz am Arbeitsplatz und die höhere Umweltbelastung durch Schrott anmerken.

Aber auch mit einer Sackkarre (egal wie teuer die war) ist man nicht davor geschützt, dass ein „halbgescheiter Mitarbeiter“ nicht einen kompletten Stapel mit Leergutkisten umkippen lässt. Manchmal erhöht sich durch den Einsatz einer Sackkarre sogar die Gefahr!“

 

Einen interessanten Hinweis, weshalb unsere „Leergut-Situation“ so schwer in den Griff zu bekommen ist, liefert uns Mc Donalds. Die Burgerkette hat in Ihren Restaurants Stationen integriert, wo der Gast sein Tablett nach dem Essen zurückbringen kann und soll. Die Tabletts mit Essensresten und Verpackungsmaterial werden in diese „Rückgabewagen“ geschoben. Für die Getränkebecher sind darauf Löcher eingefräst. Der Gast, so ist es vorgesehen, soll dort also trennen. „Das macht kein Schwein! Und der Mc Donalds Mitarbeiter fragt sich ständig, warum die Menschen eigentlich so blöd sind und es nicht schaffen die verdammten Becher in die dafür vorgesehenen Löcher zu stecken! Ne, einfach umgekippt, auf dem Tablett in den Wagen schieben, damit der halbvolle Erdbeershake in die komplette Station läuft!“

 

Zum Schluss zeigt mir Stephan noch ein Foto (siehe unten), welches einen Teil seines Leergut-Einstellungstest für angehende Barmitarbeiter darstellt! . „Ansich sollte man mit jedem Bar-Anwärter folgenden, vorbereitenden Leerguttest machen. Ich schwör da fallen welche durch“

 

Eine Lösung haben wir bei Kölsch und „Brausetabletten-Fruchtsaft“ leider mal wieder nicht gefunden, aber es war erneut ein nettes Gespräch mit guten Ansätzen!

Puzzle

Let´s talk about #Leergut mit Christian Hevesi

Lets talk about Leergut Christian

Der erste Gesprächspartner für das weltbewegende Thema „Leergut“ ist Christian Hevesi, vom Cafe Einstein, in Lippstadt. „Cafe“ ist eigentlich falsch formuliert, denn in einem Cafe wird bekanntlich Latte Macchiato und Cappuccino geschlürft, Kuchen gegessen und Zeitung gelesen. Das Einstein ist eher als letzte Anlaufstelle für das lippstädter, trinkfreudige Partyvolk bekannt! Wenn die „Kaffeebuden“ schließen wird hier der Abend vorbereitet und wenn die „Kaffeebuden“ öffnen, werden hier die letzten „Leichen“ beseitigt und was noch viel wichtiger ist: Es wird Leergut sortiert!

Ich kenne das Cafe Einstein sehr gut, denn ich hab es fünf Jahre lang selbst betrieben und mit Freude an meinen Nachfolger Christian weitergegeben. Die Leergutsituation war damals schon immer nervenaufreibend und ich wollte wissen, ob sich da etwas geändert hat. Wir haben uns in seinem Lager getroffen und ein bisschen über Flaschen, Kisten und die Schwierigkeiten beim organisierten Sortieren gesprochen. Hier der Talk:

DML: Christian, beschreib mir doch mal bitte in zwei, drei Worten deine Leergutsituation im Cafe Einstein.

CH: Zum Kotzen!

DML: Sehr schön! Was regt Dich daran so auf?

CH: Meiner Meinung nach ist Leergut sortieren eine simple Angelegenheit. Es gibt Flaschen, dafür gibt es passende Kisten und fertig. Man braucht also noch nicht einmal Intelligenz um das hinzukriegen! Wenn ich nach dem Wochenende das Leergut für den Lieferanten zusammenstelle sortiere ich allerdings immer neu!

DML: Sind Deine Mitarbeiter denn ausreichend geschult?

CH: Willst Du mich verarschen?

DML: Ja! Aber was schlägst Du vor? Wie bekommt man die Situation in den Griff?

CH: Resignation ist gut für die Nerven! Ansonsten hab ich schon alles probiert, aber es ist anscheinend fast allen Mitarbeitern scheißegal. Vielleicht sollte man den ignoranten Barmann einfach mal eine Nacht in dem Lager einschließen, um ihm die Ernsthaftigkeit der Situation bewußt zu machen!

DML: Das ist ein guter Ansatz. Ich werde das für meine weiteren Studien berücksichtigen. Danke Dir erstmal für die Infos!

CH: Gerne!

 

Der Anfang ist gemacht. Der erste Leidensgenosse konnte mir zwar auch keine akkurate Lösung preisgeben, aber wenigsten weiß man nach so einem Gespräch, dass man nicht alleine ist. Ich treffe in den nächsten Wochen noch auf weitere „Leergutopfer“ und werde mich auch in anderen Branchen umschauen. Ich bin gespannt, ob es dort ähnliche Probleme gibt oder Lösungswege, die man für die Gastronomen adaptieren kann.

Des weiteren freue ich mich über gute Geschichten aus der Welt des Leerguts. Schreibt mir, ich komme gerne auf eine unsortierte Kiste zum Talk vorbei.

Let´s talk about #Leergut

Lets talk about Leergut

Ja, ich gehöre dazu, zu den Leergutcholerikern, zu denen die sich immer wieder fragen, was so schwierig daran ist, die richtige Flasche in die richtige Kiste zu stellen! Ich frage mich immer wieder, was wohl in den Köpfen derer vorgeht, welche die Flaschen einfach wahllos in irgendwelche Kisten knallen! Saftflaschen in Bierkisten, Red Bull Dosen in Coca Cola Rahmen oder einfach Pfandflaschen zwischen den Einwegschnapspullen bringen mich immer wieder auf die Palme!

Mit diesem Problem bin ich nicht allein! Überall im Land gibt es vereinzelt diese Ordnungswütigen mit autistischen Zügen, die tagtäglich in den Kampf des „Leerguts“ ziehen. Die Gegner, sind gewissenlose Kollegen von der Bar oder aus dem Service, die rücksichtslos mit den Gefühlen einer kleinen Minderheit umgehen: Uns! Den Leergut-Ästheten!

Das Thema ist so komplex, dass ich mich dazu entschlossen habe, damit an die Öffentlichkeit zu gehen. Es gibt so viele Leidensgenossen, die Ihre Wut bisher nur in den Lagern von Restaurants und Bars raus lassen konnten oder sie ständig in sich reinfressen. Mit der Kategorie „Let´s talk about #Leergut“ sollen hier in Zukunft endlich mal die Menschen zu Wort kommen, die seit Jahren von ihren Kollegen schikaniert werden. Ich werde mich aber auch mit den ignoranten Gegnern unterhalten, um zu erfahren, was der Grund dieses „ordnungsverabscheuenden“  Verhaltens ist.

Seid also gespannt, auf interessante Gesprächsrunden, zu diesem immer wieder unterschätzten Thema! #Leergut

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